Die Erkennung eines Schlaganfalls innerhalb von Sekunden mithilfe der einfachen FAST-Methode kann den Unterschied zwischen einer vollständigen Genesung und einer dauerhaften Behinderung ausmachen, da die Behandlung eines Schlaganfalls äußerst zeitkritisch ist.
Ein Schlaganfall ist eine der Hauptursachen für langfristige Behinderungen, doch der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Genesung hängt oft von einem einzigen Faktor ab, der nichts mit dem Schweregrad des Schlaganfalls selbst zu tun hat: wie schnell er erkannt und behandelt wird.
Warum bei einem Schlaganfall jede Minute zählt
Bei einem ischämischen Schlaganfall – der häufigsten Form – unterbricht ein verstopftes Blutgefäß die Blutversorgung eines Teils des Gehirns, und die Gehirnzellen im betroffenen Bereich beginnen ohne Behandlung rasch abzusterben. Behandlungen, die ein Gerinnsel auflösen oder physisch entfernen können, sind zeitkritisch und im Allgemeinen nur innerhalb eines engen Zeitfensters nach Auftreten der Symptome am wirksamsten. Deshalb hat das sofortige Erkennen der Anzeichen – anstatt abzuwarten, ob sie wieder verschwinden – einen so direkten Einfluss auf den Behandlungserfolg.
Das Akronym FAST: Eine einfache Methode, die Anzeichen zu erkennen
FAST wurde speziell entwickelt, damit das Erkennen eines Schlaganfalls nicht von medizinischer Ausbildung abhängt. „Face“ (Gesicht) bezieht sich auf eine plötzliche Schwäche oder ein Herabhängen auf einer Gesichtshälfte, was oft am deutlichsten sichtbar wird, wenn man jemanden bittet, zu lächeln. „Arms“ (Arme) bezieht sich auf eine plötzliche Schwäche oder Taubheit in einem Arm; dies wird typischerweise getestet, indem man jemanden bittet, beide Arme zu heben, und beobachtet, ob einer nach unten absinkt. „Speech“ (Sprache) bezieht sich auf plötzliche Sprachstörungen wie undeutliche, verzerrte oder schwer zu formulierende Sprache oder auf Schwierigkeiten, das Gesagte zu verstehen. „Time“ (Zeit) ist der letzte und wohl wichtigste Buchstabe: Wenn eines dieser Anzeichen auftritt, sollte man den Zeitpunkt des Auftretens notieren und sofort den Rettungsdienst rufen, anstatt abzuwarten, ob sich der Zustand verbessert.
Weitere Symptome, die zusätzlich oder anstelle der oben genannten auftreten können
Während FAST die häufigsten und am leichtesten erkennbaren Anzeichen eines Schlaganfalls erfasst, können auch andere Symptome auftreten, darunter plötzliche starke Kopfschmerzen ohne erkennbare Ursache, plötzlicher Sehverlust oder Doppelsehen auf einem oder beiden Augen, plötzlicher Schwindel oder Verlust des Gleichgewichts und der Koordination sowie plötzliche Verwirrung. Diese Symptome werden im Allgemeinen mit derselben Dringlichkeit behandelt wie klassische FAST-Symptome, wenn sie plötzlich und ohne offensichtliche Erklärung auftreten.
Warum sofortiges Handeln wichtiger ist als das Abwarten, bis man sich sicher ist
Ein häufiger und verständlicher Instinkt ist es, einige Minuten abzuwarten, um zu sehen, ob die Symptome vorübergehen, bevor man entscheidet, ob sie schwerwiegend genug sind, um Maßnahmen zu ergreifen. Bei einem Schlaganfall wirkt sich dieses Zögern direkt nachteilig auf die betroffene Person aus, da die Wirksamkeit der Behandlung eng damit zusammenhängt, wie schnell sie beginnt. Symptome, die innerhalb kurzer Zeit von selbst abklingen, können auch auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) – manchmal auch als „Mini-Schlaganfall“ bezeichnet – hindeuten, die selbst als medizinischer Notfall behandelt wird und ein starkes Warnzeichen für einen möglicherweise folgenden größeren Schlaganfall darstellt; daher ist das Abklingen der Symptome kein Grund, auf die Inanspruchnahme einer Notfallversorgung zu verzichten.
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