Das Schnarchen steht zwar meist im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, doch die aussagekräftigeren Anzeichen einer Schlafapnoe zeigen sich oft erst tagsüber – anhaltende Müdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten, obwohl man das Gefühl hat, eine ganze Nacht geschlafen zu haben.
Lautes Schnarchen ist das Symptom, das am häufigsten mit Schlafapnoe in Verbindung gebracht wird, doch für sich genommen ist es kein verlässlicher Indikator – viele Menschen schnarchen laut, ohne an Schlafapnoe zu leiden, und ein nicht unerheblicher Anteil der Menschen mit echter Schlafapnoe, insbesondere Frauen, schnarcht gar nicht laut oder gar nicht auffällig. Das für die Diagnose aussagekräftigere Muster ist nicht das Schnarchen an sich, sondern das, was tagsüber danach passiert: Eine Nacht, die sich subjektiv wie ausreichender Schlaf anfühlte, gefolgt von Müdigkeit, geistiger Trägheit oder Kopfschmerzen, die nicht zu der Zeit passen, die tatsächlich im Bett verbracht wurde.
Was passiert eigentlich während eines Apnoe-Ereignisses?
Obstruktive Schlafapnoe (die häufigste Form) tritt auf, wenn sich die Muskeln, die das Weichgewebe im hinteren Rachenraum stützen, im Schlaf so weit entspannen, dass sie die Atemwege teilweise oder vollständig blockieren und die Atmung die ganze Nacht über wiederholt unterbrechen – in schwereren Fällen manchmal Dutzende oder sogar über hundert Mal pro Stunde, wobei jede Pause in der Regel zehn Sekunden oder länger dauert. Jede Pause führt zu einem Absinken des Blutsauerstoffgehalts, was ein kurzes Erwachen auslöst (oft kein vollständiges Erwachen, an das sich die Person erinnert), während das Gehirn den Muskeltonus wiederherstellt, um die Atemwege wieder zu öffnen. Dieser sich wiederholende Zyklus aus Sauerstoffabfall und Mikroerregungen ist es, der die Schlafqualität so erheblich beeinträchtigt – selbst bei jemandem, der technisch gesehen sieben oder acht Stunden im Bett verbracht hat und keine Erinnerung daran hat, während der Nacht aufgewacht zu sein.
Die Tagesbeschwerden, die leicht falsch interpretiert werden
Übermäßige Tagesmüdigkeit – echte Schwierigkeiten, bei ruhigen Tätigkeiten wie Lesen, Fernsehen oder in schwereren Fällen sogar beim Autofahren wach zu bleiben – ist eines der spezifischeren Anzeichen für Schlafapnoe und unterscheidet sich von gewöhnlicher Müdigkeit. Morgendliche Kopfschmerzen, verursacht durch die wiederholten nächtlichen Absenkungen des Blutsauerstoffgehalts und den damit einhergehenden Anstieg des Kohlendioxidgehalts, sind ein weiterer häufig übersehener Hinweis, ebenso wie Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnislücken und Reizbarkeit, die leicht fälschlicherweise auf Stress, das Älterwerden oder ein nicht damit zusammenhängendes Stimmungsproblem zurückgeführt werden, anstatt sie mit einem unterbrochenen, qualitativ schlechten Schlaf in Verbindung zu bringen.
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