Häufigeres Waschen des Gesichts kann Akne manchmal verschlimmern statt verbessern – und ein Handy, das den ganzen Tag an die Wange gedrückt wird, ist eine echte, wissenschaftlich belegte dermatologische Ursache für Hautunreinheiten. Hier erfahren Sie, was tatsächlich hinter vielen Formen der Erwachsenenakne steckt.
Hormonelle Schwankungen sind ein bekannter Auslöser für Akne im Erwachsenenalter, doch in einer beträchtlichen Anzahl von Fällen gibt es einen anderen oder zusätzlichen Auslöser – einen, der eher in den täglichen Gewohnheiten, den verwendeten Produkten oder Reibung begründet liegt als im Hormonzyklus. Das Erkennen dieser spezifischen Auslöser kann Hautunreinheiten erklären, die keinem klaren hormonellen Muster zu folgen scheinen.
Acne mechanica: Wenn Reibung und Druck die Auslöser sind
Acne mechanica ist ein anerkannter dermatologischer Begriff für Hautunreinheiten, die speziell durch wiederholte Reibung, Druck oder Hitze auf der Haut verursacht werden, anstatt dass Hormone oder Bakterien die Hauptursache sind. Häufige Ursachen im Alltag sind beispielsweise ein wiederholt an die Wange gedrücktes Handy-Display, langes Tragen einer Maske, enge Kragen, Kinnriemen und Rucksackträger – all dies erzeugt lokalen, wiederholten Druck oder Reibung an einer bestimmten Stelle und führt oft zu einem erkennbaren Muster von Hautunreinheiten, das mit der Kontaktstelle übereinstimmt.
Komedogene Inhaltsstoffe, die sich in Alltagsprodukten verstecken
Bestimmte Öle und Inhaltsstoffe, die häufig in Hautpflegeprodukten, Make-up und sogar einigen Sonnenschutzmitteln enthalten sind, neigen dazu, bei zu Akne neigenden Menschen die Poren zu verstopfen – eine Eigenschaft, die als komedogen bezeichnet wird. Produkte mit der Kennzeichnung „nicht komedogen“ sind so formuliert, dass sie die häufigsten problematischen Inhaltsstoffe vermeiden, was diese Kennzeichnung zu einem wirklich hilfreichen Anhaltspunkt macht. Allerdings variiert die individuelle Empfindlichkeit nach wie vor, und ein als „nicht komedogen“ gekennzeichnetes Produkt ist nicht automatisch für jeden Hauttyp geeignet.
Das Paradoxon des übermäßigen Waschens
Ein wirklich kontraintuitives, aber allgemein anerkanntes Phänomen: Zu häufiges Waschen des Gesichts oder zu aggressives Peeling kann die Schutzbarriere der Haut schädigen – und als Reaktion darauf kann die Haut die Talgproduktion erhöhen, um diese Störung der Barriere auszugleichen, was Akne möglicherweise verschlimmert, anstatt sie zu verbessern. Dies ist einer der Gründe, warum eine sanfte, konsequente und maßvolle Reinigungsroutine in der Regel besser wirkt als eine aggressive, die darauf abzielt, „das gesamte“ Fett zu entfernen – was paradoxerweise im Gegenzug eine noch stärkere Talgproduktion auslösen kann.
Pomade-Akne: Ein spezifisches, benanntes Muster entlang des Haaransatzes
Bestimmte Haarpflegeprodukte – Öle, Wachse und einige Stylingprodukte – können ein deutlich erkennbares Muster von Hautunreinheiten auslösen, das sich speziell entlang des Haaransatzes und auf der Stirn konzentriert; dieser Zustand wird speziell als „Pomade-Akne“ bezeichnet. Die Identifizierung dieses Musters anhand seiner charakteristischen Lage – anstatt es genauso zu behandeln wie Akne, die an anderen Stellen im Gesicht auftritt – weist direkt auf das Haarpflegeprodukt selbst als wahrscheinlichen Auslöser hin.
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