Eine Lungenentzündung kann von einer gut behandelbaren Erkrankung, die zu Hause behandelt werden kann, bis hin zu einer schweren, lebensbedrohlichen Infektion reichen – und zu wissen, welche Warnzeichen diese beiden Kategorien voneinander unterscheiden, ist wichtiger, als sich jedes mögliche Symptom einzuprägen.
Eine Lungenentzündung ist eine Infektion, bei der sich die Lungenbläschen (Alveolen) in einer oder beiden Lungen entzünden und sich mit Flüssigkeit oder Eiter füllen, was die Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff in den Blutkreislauf zu transportieren, direkt beeinträchtigt – diese mechanische Erklärung ist der Grund dafür, dass Atemnot und nicht nur Husten ein so zentrales und aussagekräftiges Symptom dieser Erkrankung ist, wodurch sie sich von einer eher oberflächlichen Infektion der oberen Atemwege unterscheidet.
Was verursacht eine Lungenentzündung?
Bakterien, Viren und, seltener, Pilze können eine Lungenentzündung verursachen, und diese Unterscheidung ist klinisch von Bedeutung, da sich die Behandlung je nach Erreger erheblich unterscheidet. Streptococcus pneumoniae ist nach wie vor die häufigste bakterielle Ursache bei Erwachsenen, und eine bakterielle Lungenentzündung äußert sich oft durch einen plötzlichen Beginn, hohes Fieber und einen produktiven Husten mit zähem, verfärbtem Auswurf. Eine virale Lungenentzündung, einschließlich der durch Influenza verursachten und in jüngerer Zeit gut dokumentierten Komplikation von COVID-19, entwickelt sich tendenziell etwas allmählicher und folgt oft auf eine vorangegangene virale Erkrankung der oberen Atemwege. Die Aspirationspneumonie, die durch das Einatmen von Nahrung, Flüssigkeit oder Erbrochenem in die Lunge verursacht wird, ist eine eigenständige und wichtige Kategorie, die insbesondere bei älteren Erwachsenen mit Schluckbeschwerden oder Bewusstseinsstörungen von Bedeutung ist.
Erkennen der Symptome
Zu den Kernsymptomen zählen Husten (oft mit gelbem, grünem oder gelegentlich blutigem Auswurf), Fieber, Schüttelfrost, Brustschmerzen, die sich charakteristischerweise bei tiefer Atmung oder beim Husten verschlimmern (sogenannte pleuritische Schmerzen, verursacht durch eine Entzündung des Lungenfells), sowie Atemnot, insbesondere bei Anstrengung. Ältere Erwachsene stellen eine bemerkenswerte und klinisch wichtige Ausnahme von diesem typischen Muster dar: Sie haben möglicherweise nur geringes oder gar kein Fieber und zeigen stattdessen vor allem Verwirrtheit, Schwäche, einen Sturz oder eine allgemeine Verschlechterung der Funktionsfähigkeit – ein Krankheitsbild, das leicht mit einem nicht damit zusammenhängenden Problem wie fortschreitender Demenz oder einfacher Gebrechlichkeit verwechselt werden kann, was ein wesentlicher Grund dafür ist, dass eine Lungenentzündung bei älteren Menschen manchmal später diagnostiziert wird, als es eigentlich erforderlich wäre.
Wichtig
Schnelle oder erschwerte Atmung, neu auftretende Verwirrtheit, eine bläuliche Verfärbung der Lippen oder Fingerspitzen, Brustschmerzen oder anhaltendes hohes Fieber sind Anzeichen, die eine sofortige notfallmedizinische Untersuchung erfordern, anstatt abzuwarten, ob sich die Symptome von selbst bessern – eine Lungenentzündung kann schnell fortschreiten, insbesondere bei älteren Erwachsenen, Kleinkindern und Personen mit einer chronischen Grunderkrankung.
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