Die Menopause ist kein einzelnes Ereignis – sie besteht aus drei unterschiedlichen Phasen, die jeweils durch ein anderes Hormonmuster gekennzeichnet sind. Die mittlere Phase ist durch Schwankungen gekennzeichnet, nicht durch einen einfachen Rückgang, was erklärt, warum die Symptome so unregelmäßig auftreten können.
„Menopause“ wird häufig als Sammelbegriff verwendet, bezieht sich jedoch eigentlich auf einen ganz bestimmten Zeitpunkt, der zwischen zwei wesentlich längeren Phasen mit deutlich unterschiedlichen Hormonverläufen liegt – und zu wissen, in welcher Phase sich jemand tatsächlich befindet, gibt Aufschluss darüber, was zu erwarten ist.
Perimenopause: Eine Phase der Schwankungen, nicht nur des Rückgangs
Die Perimenopause kann bereits Jahre – manchmal fast ein Jahrzehnt – vor dem vollständigen Ausbleiben der Regelblutung beginnen. Ihr charakteristisches hormonelles Merkmal ist nicht einfach ein stetiger Rückgang des Östrogenspiegels, sondern unvorhersehbare Schwankungen, bei denen der Östrogenspiegel zu verschiedenen Zeitpunkten – manchmal sogar innerhalb desselben Monats – sowohl über als auch unter die üblichen Werte schwankt. Genau diese Schwankungen – und nicht ein einfacher Rückgang – sind der Grund dafür, dass sich die Symptome der Perimenopause so uneinheitlich anfühlen können: In manchen Monaten treten Symptome auf, die mit einem relativ höheren Östrogenspiegel einhergehen, in anderen hingegen Symptome, die eher mit einem vorübergehenden Absinken des Spiegels zusammenhängen – und das alles im Rahmen desselben übergreifenden Übergangsprozesses.
Menopause: Ein einzelner Zeitpunkt, der rückblickend definiert wird
Die Menopause selbst hat eine genaue klinische Definition: zwölf aufeinanderfolgende Monate ohne Menstruation. Das bedeutet, dass sie erst im Nachhinein bestätigt wird – man kann zum jeweiligen Zeitpunkt nicht wissen, ob ein bestimmter Monat den Beginn dieses zwölfmonatigen Zeitraums markiert. Dies ist einer der Gründe, warum der Begriff „Menopause“ so oft sehr weit gefasst verwendet wird, um den gesamten damit verbundenen Übergang zu beschreiben, anstatt den konkreten Zeitpunkt, den er eigentlich definiert.
Postmenopause: Die Phase, die den Rest des Lebens andauert
Alles, was nach dieser Zwölf-Monats-Marke folgt, ist die Postmenopause, eine Phase, die für den Rest des Lebens andauert. Der Östrogenspiegel pendelt sich hier auf einem konstant niedrigen, stabilen Niveau ein, anstatt weiterhin den unvorhersehbaren Schwankungen der Perimenopause zu unterliegen. Bei vielen Frauen lassen einige Symptome – insbesondere solche, die mit den Schwankungen selbst zusammenhängen, wie unvorhersehbare Stimmungsschwankungen oder zyklusbedingte Beschwerden – nach, sobald sich diese Stabilität einstellt. Andere Auswirkungen, insbesondere die anhaltenden Folgen eines dauerhaft niedrigen Östrogenspiegels auf die Knochendichte, bestehen jedoch während der gesamten Postmenopause fort und erfordern eine kontinuierliche, langfristige Beachtung, anstatt davon auszugehen, dass sich alles einfach wieder so entwickelt wie vor Beginn der Perimenopause.
Warum es einen Unterschied macht, in welcher Phase Sie sich befinden – und was Sie erwarten können
Die für die Perimenopause charakteristischen Schwankungen erklären, warum sich die Symptome in dieser Phase von Monat zu Monat unvorhersehbar und sogar widersprüchlich anfühlen können, während die Stabilität der Postmenopause sowohl erklärt, warum sich manche Symptome abschwächen, als auch, warum andere Auswirkungen – wie beispielsweise die Knochengesundheit – eine nachhaltige statt nur vorübergehende Aufmerksamkeit erfordern. Das Erkennen, in welcher Phase man sich tatsächlich befindet – anstatt den gesamten Übergang als ein undifferenziertes Erlebnis zu betrachten –, macht sowohl die Symptome als auch den geeigneten langfristigen Umgang damit wesentlich verständlicher.
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